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Vogelstimmenwanderung am 11. Mai 2019

 

Von der wirklich schlechten Wettervorhersage (Dauerregen und 10 °C) ließen sich zahlreiche Interessierte nicht schrecken und folgten der Einladung des Naturwissenschaftlichen Vereins und der Volkshochschule Goslar zu einer Vogelstimmenexkursion, geleitet von Herwig Zang und Paul Kunze. Bis ca. 8.15 Uhr hatten sich 34 Teilnehmer am Treffpunkt beim Fraunhofer Institut eingefunden, und es konnte unter Führung der beiden bekannten Ornithologen losgehen.

 

Den vollständige Beitrag finden sie unter Exkursionen


Das Düstere Tal – zwei Jahre nach dem Hochwasser von Juli 2017

Das Düstere Tal, das vom Okertal nach Westen verläuft, war schon immer ein anspruchsvoller Aufstieg zu dem alten Bergahorn am oberen Ende des Tales. Durch die Sturzfluten, die sich vor zwei Jahren durch das enge Tal stürzten, ist es im unteren Drittel nahezu unbegehbar geworden. Inzwischen hat sich das lose Gestein  etwas gesetzt und ist durch allmählich zunehmenden Bewuchs und altes Laub ein wenig befestigt. Trotzdem gibt es streckenweise nur den „Weg“ durch das Flussbett oder am Hang entlang. Nach wie vor ist das Tal eine Kinderstube der Feuersalamander, und den Köcherfliegen bietet das klare Wasser offensichtlich auch Lebensraum. Zwischen den Gesteinsbrocken wachsen neben Wurm-, Frauen-, Eichen-und Dornfarn auch Hainveilchen, Aronstab, Schaumkraut und neben Gegenblättrigem auch das wechselblättrige Milzkraut (Foto mit Samenständen). Junge Buchen, Bergahorn, Eschen und einige Kastanien, die sich ja in Schluchtwäldern wohlfühlen, haben sich auch angesiedelt. Es wird spannend sein, in den nächsten Jahren die Entwicklung zu verfolgen.

Text und Fotos: Anke Schulze

 

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Er ist keine Schönheit wie der letztens beschriebene seltene Marienkäfer, er ist noch kleiner (ca. 2,5 mm) und hat nicht einmal einen deutschen Namen. Der Rabocerus gabrieli, so heißt der Kleine wissenschaftlich, ist allerdings noch seltener als der Schöne Marienkäfer. Gab es für letzteren noch 26 Fundorte in ganz Deutschland, so waren es bisher ganze 5 für Rabocerus gabrieli. Einer dieser Fundorte liegt nun mitten im Stadtteil Oker, an der Uferpromenade in der Nähe der Eisenbahnbrücke, damit sind es deren sechs in Deutschland. Bereits im letzten Jahr fand ich einen dieser Krabbler, in diesem Jahr tauchte der zweite auf. Er gilt allein aufgrund seiner Seltenheit als sehr gefährdet und hat daher den Staus 2 in der Roten Liste. Über seine Lebensweise ist kaum etwas bekannt.

 

Bericht und Foto: Gerwin Bärecke

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Sechsbeinige Schönheit in der Okeraue

Sein Trivialname drückt aus, was das Foto nur ansatzweise zeigt: Schöner Marienkäfer (Sospita vigintiguttata) heißt die 4 mm-Winzigkeit. Von den 83 in Deutschland heimischen Arten von Marienkäfern ist er einer der seltensten. So zeigen die Verbreitungskarten für Niedersachsen nur einen einzigen weiteren Fundort in der Südheide (26 für ganz Deutschland, davon viele mehr als 20 Jahre alt). Am Ostersamstag wurde das Prachtstück von mir in der Okeraue, in den offenen Bereichen südlich der B6n unmittelbar am Flussufer gefunden. Er ist nicht nur sehr selten, sondern steht auch mit dem Status 3 (gefährdet) in der Roten Liste für Deutschland. Damit erhöht sich die Zahl der Rote-Liste-Arten in diesem Bereich auf 82.

Bericht und Foto: Gerwin Bärecke

 

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Erstfund von Tapezierspinnen (Gattung Atypus) im Raum Harz und Harzvorland
 
Sie leben in Erdröhren, die bis zu 30 (90!) cm tief sein können und kleiden diese Röhren mit Spinnenseide aus, in die winzige Steinchen, Erdpartikel und Pflanzenteile eingewoben werden – sie tapezieren quasi ihre Wohnung damit. Das hat ihnen den Trivialnamen „Tapezierspinnen“ eingetragen. Die Tapezierspinnen (Atypidae) gehören zu den Vogelspinnenartigen und sind mit nur drei Arten der Gattung Atypus bei uns vertreten. Mindestens eine der Arten bewohnt die Mergelgrube Krähenholz, ein Biotop der Natur- und Umwelthilfe Goslar.

Jungspinne (ca. 1,5 mm) von Atypus cf. piceus, Kennzeichen:

Die mächtigen, parallel nach vorn gerichteten Greifklauen (Chelizeren)

Foto und Text: Gerwin Bärecke

 

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           Trauermantel im Ammental gefunden

Trauermantel (Nymphalis antiopa)
Edelfalter (Nymphalidae)
Zum ersten Mal seit den von kalten, langen Wintern geprägten Jahren hat sich der Trauermantel wieder am Harzrand bei Oker gezeigt. Im Ammental  mit seinen derzeit blühenden Weiden und Birken hat sich dieses Exemplar gesonnt.Der Trauermantel ist ein sehr großer Falter mit einer Spannweite von 55- 75 mm und in Deutschland selten geworden. Am ehesten findet man ihn in feucht- kühlen Regionen. Die Raupen werden häufig von Parasiten befallen, daher rühren vermutlich die starken Häufigkeitsschwankungen. Die Puppen häuten sich im Juli. Die schlüpfenden Falter behalten den Sommer über ihre schöne Farbe mit gelber Binde, die während der Überwinterung ausbleicht. Zu erwähnen wäre noch, das die letzten kalten Winter 2009 und 2010 waren. Seitdem habe ich selber keinen Trauermantel mehr gesehen und befürchtete schon, der Kliimalwandel wäre das Ende der Trauermäntel im Harz.

 

Text und Foto: Anke Schulze

 

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Band 13 der Mitteilungen des NWV Goslar e.V. erschienen:

 

"Die Libellenarten im Landkreis Goslar"

 

Autoren: Wolfgang & Ursula Specht

 

Hinweise zum Erwerb des Bandes finden Sie unter "Publikationen".