Aktuelles

 

Exkursion am 24. Juli 2021

 

Entlang der Okerpromenade

 

Zur ersten Exkursion nach der Corona-Pause trafen sich 15 Interessierte, überwiegend Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins Goslar und Okeraner Bürger, aber auch ein Seesener, um sich von Gerwin Bärecke über die Schönheit, aber auch die Probleme der Okerpromenade informieren zu lassen.

 

Der Weg führte vom nördlichen Ende der Promenade Richtung Süden, unter der eindrucksvollen Eisenbahnbrücke hindurch, an zwei Teichen entlang bis hinter der Kirchenbrücke. Am Denkmal für den Okerschen Sagenhund war das Ende der Wegstrecke erreicht, und die Besucher hatten ein Kleinod entdeckt, das manchem bis dahin völlig unbekannt gewesen war.

 

Es wurden Bäume und krautige Pflanzen bestimmt, Insekten und Vögel beobachtet, Pilze entdeckt und der Blick ganz allgemein weg vom Pflaster auf die Natur gelenkt. An den Teichen wurden längere Pausen eingelegt, da gab es so viel zu sehen. Wasserpflanzen, auch das seltene Ährige Tausendblatt, Libellen, Larven und Puppen von verschiedenen Marienkäferarten, eine Bernsteinschnecke und vieles mehr. Und die Probleme, die durch massive Baumfällarbeiten entstanden sind, wurden diskutiert und haben alle nachdenklich gemacht.

 

 

Ein Handout zu dieser Exkursion finden Sie unter Downloads.

 

 

Text: Agnes-M. Daub, Fotos: Volker Edelmann, Florenz Sasse und Agnes-M. Daub

 


15. Juli 2021

Fund einer Schornsteinwespe

Als ich dieses Insekt sah, fiel mir fast die Kaffeetasse aus der Hand. Die sehr seltene Gelbe Schornsteinwespe (Odynerus reniformis) hatte sich ausgerechnet ein Dübelloch auf unserer Balkonbrüstung ausgesucht, um ihre Brutzellen anzulegen. Das Hauptmerkmal zur Bestimmung ist der nach vorn erweiterte gelbe Ring auf dem Hinterleib, auch alle anderen Merkmale sind vorhanden, so dass eine Fehlbestimmung ausgeschlossen ist.

Warum die Überraschung? Nun, diese Wespe sollte eigentlich hier gar nicht vorkommen. Die wenigen aktuellen Funde (5) in Deutschland liegen an den Grenzen zu den Niederlanden, Belgien und Luxemburg (Nähe zum Rheingraben!). Dort und im südlichen Mitteleuropa liegt auch das Hauptverbreitungsgebiet. Eine wärmeliebende Art kann es jedoch nicht sein, weil sie lt. Artverbreitung auch in Südschweden und Südfinnland vorkommt. Es stellt sich die Frage, ob es sich um ein verdriftetes Individuum handelt oder ob die Art sich in der Ausbreitung befindet.

 

Text und Foto: Gerwin Bärecke

 


06. Juli 2021

 

Das Sommerprogramm 2021 ist online. Sie finden das Programm unter "Termine" und als Download


3. 7. 2021

Andrew Rose hat uns Bilder aus dem Drömling mitgebracht. Dieses Gebiet 20 km nordöstlich von Wolfsburg wollten wir im Herbst besuchen, der Ausflug ist Corona zum Opfer gefallen. Deshalb freuen wir uns jetzt besonders über diese schönen Vogelaufnahmen aus dem Frühsommer. Und weil Andrew Engländer ist, liefert er uns auch gleich noch die englischen Namen. Danke!

Fotos: Andrew Rose / Text: Agnes-M. Daub


25. Juni 2021
Insekten sind die artenreichste Klasse im Tierreich überhaupt.
Da nimmt es nicht Wunder, wenn ab und zu auch hier bei uns im Landkreis Goslar Insekten auftauchen, die vorher hier noch niemand gefunden hat. Bei dem Schmetterling, über den wir berichten, ist es definitiv ein Erstfund im Landkreis, beim Käfer ist es nicht so sicher, die Datenlage ist dort nicht so klar. Jedenfalls sind es wieder zwei Seltenheiten!
Text und Fotos: Gerwin Bärecke
Den gesamten Bericht finden Sie unter Downloads

06. Juni 2021

 

Im letzten Jahr kündigte sich an, dass sich eine neue Libellenart im Landkreis etabliert. Die positive Entwicklung setzt sich offensichtlich in diesem Jahr fort, wie unser Vereinsmitglied Ursula Specht zu berichten weiß.

Es tut sich aber auch wieder etwas bei anderen Insektenordnungen: So können wir über 3 Käferarten mit Eintrag in der Roten Liste sowie über eine sehr seltene Schwebfliegenart berichten.

Die Zusammenfassung finden Sie unter Downloads.

 

Text und Foto:

Gerwin Bärecke

 


 27. April 2021

 

Rettung eines Uhus auf dem Müllumschlagplatz  "Im Heiligenholze"

 

Unser  Vereinsmitglied Ulrich Ahrens rettete einen Uhu, der auf dem 5 m hohen Müllgebäude hinter die Verblendung geraten und nach unten gerutscht war.

Unter dem Stahlträger war wohl etwas Licht zu sehen. Der Uhu wollte diese Lücke nutzen, um wieder in die Freiheit zu gelangen, und blieb stecken. Ein Radlader hat mit seiner Gabel die Verblendung abgerissen, und so konnte der Vogel geborgen werden.

Der Uhu war in guter Kondition und wies keinerlei Verletzungen auf, war allerdings völlig irritiert. Die Eule wurde in ein nahegelegenes Waldstück gebracht, wo sie sich vom Stress erholen konnte.

 

Text: U. Ahrens

Fotos: Herr Göttling, KWB Goslar