Aktuelles


 

6. Februar 2021

 

 

 

Der Kirschbaum-Gallertpilz

 

Craterocolla cerasi (Tul.) Bref. 

- ein seltener Winterpilz

 

 

 

Dieser korallenrosa bis orangerosa gefärbte Basidiomycet findet sich gern in milden und nässereichen Wintermonaten an Zweigen und Stämmen besonders der Vogelkirsche (Prunus avium) und anderem Kirschholz.

 

Seine ungestielten, weichen und gallertartigen Fruchtkörper sind anfangs kristallin farblos, später rosa bis beige, hell fleischfarben, orangebraun, becherförmig rundlich, später mit faltigen hirnartigen Windungen versehen.

 

Als Folgezersetzer ist es ein typischer Winterpilz, der jedoch nicht häufig zu finden ist. Für die Rote Liste Deutschland besitzt er deshalb den Gefährdungsstatus RL 3, für Niedersachsen ist er mit RL 2 verzeichnet.

 

Man findet ihn vereinzelt in verwilderten Obstbaumplantagen an Kirschbäumen und in Mischwaldrändern mit hohem Totholzanteil von Prunus avium.

 

Fundhäufungsschwerpunkte für das nördliche Harzvorland liegen im Großen Fallstein nördlich von Osterwieck in Sachsen-Anhalt sowie im niedersächsichen Harly.

 

Die Abbildungen zeigen aktuelle Funde von Februar 2021 aus dem Großen Fallstein.

 

 

 

Text und Fotos: Hans Manhart

 


3. Februar 2021

 

Wie man sich irren kann...!

Falsche Wassermilben und andere Irrtümer
Beim Fotografieren, namentlich bei der Makrofotografie, hat man (oder besser: habe ich) oft das Problem, dass aus dem Augenwinkel schon das nächste Motiv anvisiert wird, während man gerade noch etwas anderes fotografiert. Das mindert, zugegeben, manchmal die nötige Sorgfalt. Um so größer ist später bei der Bildbearbeitung und -archivierung oft die Überraschung, was sich denn da auf den Bildern tummelt. Bei der ersten Spezies, die ich hier zeige, war für mich die Sache sofort klar.

Winzige, ca. 1 mm kleine Wesen, zu Hunderten in einem Tümpel, der sich in der Fahrspur eines Feldweges gebildet hatte (in der Nähe des Umspannwerkes/Propsteiburg). Das können nur Wassermilben sein – dachte ich und speicherte das Bild zu späteren Bestimmung ab. Dann die Überraschung: Bei näherem Hinsehen war sofort klar, dass es keine Wassermilben sein können. Die erste Vermutung, dass es sich um Urzeitkrebse (Branchiopoden) handeln könnte, war schnell verworfen. Weitere Recherchen führten schließlich zu den Muschelkrebsen, den Ostracoden.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie als PDF Dokument unter Downloads

Text und Foto: Gerwin Bärecke


19. November 2020

 

Von unserem Mitglied Hans-Jürgen Czichowski erreichte uns ein Bericht über eine neue Veröffentlichung zum Schuppen-Wurmfarn (Dryopteris affinis) im Harz.

 

 

Den vollständigen Bericht finden Sie unter Downloads

 

 

Foto: Hans-Jürgen Czichowski


Auf den geologischen und bergbaulichen Spuren des Elements Uran im Harz

 

mit Dr. Friedhart Knolle am 26.9.2020

 

Trotz der mäßigen Wetteraussichten und der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hatte sich eine Anzahl Interessierter am Treffpunkt eingefunden.

 

Zunächst gab Dr. Knolle eine Einführung in die Problematik Uran, Radon, Wismut. Die „Wismut“  (SowjetischeAG/später SowjetischDeutscheAG) war ein Bergbauunternehmen, das von 1946 bis 1990 einer der weltweit größten Produzenten von Uran war und die Rohstoffbasis für die sowjetische Atomindustrie lieferte. Gefördert wurde in Sachsen und Thüringen, aber auch im Harz wurde immer wieder nach Vorkommen gesucht.

Text: Anke Schulze

Fotos: Agnes Daub, Volker Edelmann und Florenz Sasse

 

Den vollständigen Bericht finden Sie als PDF Dokument unter Downloads


14.9.2020

Ein neuer Wegerich

 

Text und Fotos Dr. Florenz Sasse

 

 

Dass man Wegerich an der Straße findet, ist nichts Besonderes. Darauf deutet schon der Name hin. Und so kennt fast jeder den Breit- und den Spitz-Wegerich. In Kalk-Gebieten gibt es dann noch den Mittel-Wegerich. Zurzeit scheint sich aber eine weitere Art dieser Gattung bei uns auszubreiten. Das ist der Krähenfuß-Wegerich (Plantago coronopus). Eigentlich kommt diese Art in Deutschland nur an der Nord- oder Ostseeküste auf Salzwiesen vor. Die Flora des Landkreises Goslar (erschienen 2004) nennt kein einziges Vorkommen des Krähenfuß-Wegerich. Ein einzelnes Exemplar dieser Art wurde dann 2019 bei einer Exkursion zum Tag der Natur an der Straße bei Wöltingerode entdeckt. Jetzt wurden zahlreiche Pflanzen rechts und links der L 518 von Oker nach Vienenburg auf der Höhe der Vienenburger Teiche gefunden. Die Ausbreitung des Krähenfuß-Wegerich hängt offensichtlich mit der Wintersalzstreuung zusammen. Es lohnt sich daher, mal ab und zu am Straßenrand nach dem halophilen Neubürger unseres Kreises Ausschau zu halten.

 


Wiederfund des Gewöhnlichen Flachbärlapp am Rammelsberg

 

16.8.2020

 

Ein glücklicher Fund in den höheren Lagen des Rammelsberges war ein kleiner Bestand des Gewöhnlichen Flachbärlapps. Die Fundstelle ist seit langem bekannt, aber in Zeiten so radikaler Veränderungen muss man mit dem Erlöschen von Vorkommen rechnen.

 

Die Artengruppe Gewöhnlicher Flachbärlapp (Diphasiastrum complanatum agg. = Lycopodium complanatum agg., auch Diphasium complanatum) spaltet sich in Kleinarten auf: Diphasistrum tristachium, D. issleri, D. zeilleri, D. oelgardi, D. alpinum. Die Bestimmung ist allerdings ein Fall für Spezialisten.

Der Gewöhnliche Flachbärlapp ist eine gefährdete Art (Rote Liste 2, §), wächst häufig auf Sekundärstandorten, meist auf sauren Böden in lichten Nadelwäldern und auf Heiden.

 

Interessant ist die lange Zeit, die die Fortpflanzung  bei den Bärlappen in Anspruch nimmt. Die Keimung der Sporen erfolgt erst nach 6 -7 Jahren.  Aus dem Vorkeim, dem Gametophyt, werden erst nach weiteren 10 - 15 Jahren männliche und weibliche Sexualorgane ausgebildet. Erst dann wächst nach der Befruchtung die neue Bärlapppflanze heran.

 

Wollen wir hoffen, dass das ein Vorteil im Überlebenskampf ist.

 

Text und Fotos: Anke Schulze

 


27. Juli 2020

Unser Mitglied und Exkursionsleiter Florenz Sasse hat auch den zweiten Teil der Exkursion über den Kanstein fertiggestellt.

 

Den zweiten Teil können Sie herunterladen


18. Juli 2020

Bedingt durch die Corona Pandemie war die Exkursion am letzten Samstag ausgefallen. Als Ersatz hat Exkursionsleiter Florenz Sasse eine virtuelle botanische Wanderung von den Bredelemer Schlackenhalden entlang der Innerste-Auen erstellt.

 

Den ersten Teil können Sie hier herunterladen

 

 


15. Juli 2020

Turmfalken und Mauerseglerberingung 2020

In diesem Jahr hat unser Vereinsmitglied Paul Kunze  im  LK Goslar 155 Turmfalkenküken beringt, 48 Küken mehr als 2019.

 

Es gab vier Ausfälle in den Nisthilfen, wobei alle Gelege bzw. Küken in diesen Nisthilfen vermutlich durch Marderbiss (Kehlbiss) und Abtransport der Eier zerstört wurden. Eine Nisthilfe ist von einer Schleiereule besetzt worden. Alle Turmfalkenküken sind durch die Schleiereule getötet worden.

 

Weiterhin wurden 29 Mauersegler aus 12 Nistkästen beringt.

 


26. Juni 2020

 

Von unserem Mitglied Gerwin Bärecke erreichte uns folgender Aufruf. Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit und rege Beteiligung.

 

Monitoring Russischer Bär Euplagia quadripunctaria

Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) ist an mich herangetreten, beim Monitoring für eine Schmetterlingsart mitzuwirken und ggf. andere Beobachter einzubeziehen. Es geht um den Russischen Bären Euplagia quadripunctaria...

 

Unter Downloads finden Sie den gesamten Aufruf und Informationen über den Russischen Bär.


9. Mai 2020

 

Vierundsechzig!  Libellenarten gibt es im Landkreis Goslar, und zwar seit dem 6. Mai 2020. Im Buch von Ursula und Wolfgang Specht mit Redaktionsschluss Ende 2018 waren es noch 63 Arten. Das hat sich seit dem eingangs genannten Datum geändert; eine weitere Art kann nun hinzugezählt werden. Am besagten 6. Mai konnte ein Spitzenfleck (Libellula fulva), ein frisch geschlüpftes Männchen, auch fotografisch in einem Feuchtgebiet nahe Goslar bestätigt werden. Den vollständigen Bericht finden Sie unter Downloads

Der erste Fotobeleg für den Spitzenfleck (Libellula fulva) im Landkreis Goslar

 

Text und Foto: Gerwin Bärecke


8. Mai

 

Funde seltener Spinnen in Oker

Käme jemand daher und wollte in meiner  Umgebung seltene Tierarten finden, würden die meisten Menschen entweder mit Unverständnis reagieren oder auf die Naturschutzgebiete in der näheren Umgebung verweisen. Zur Exkursion an einen Weidezaun am Sudmerberg am Stadtrand oder einem Spaziergang am Ufer der Oker würde sicherlich niemand raten. Genau dort aber habe ich sehr viele Arten der berüchtigten Roten Listen gefunden, nämlich bisher 86 an der Zahl. Für die meisten allerdings braucht man ein starkes Vergrößerungsglas: Insekten und Spinnen. Nun sind zwei weitere Spinnenarten hinzu gekommen.

 

Ein PDF Dokument zu den Spinnen finden Sie unter Downloads

 Ein Weibchen des Streifen-Herzfleckläufers (Thanatus striatus) auf einem Weidezaun am Sudmerberg

 

Text und Foto: Gerwin Bärecke


 

 

 

 

 

Den Beitrag zur Eröffnung der Fossilienaustellung

finden Sie unter Downloads als PDF Dokument.