Aktuelles

Samstag 9. Oktober 2021

Exkursion an den Morgensternteichen

 

Anfang bis Mitte Oktober ist eigentlich noch kein richtiger Herbst, weil die Laubfärbung noch gar nicht richtig angefangen hat. Andererseits ist aber auch nicht mehr Sommer, was man durchaus an den ersten Frostnächten spürt. Die Pflanzen und Tiere "wissen" aber genau Bescheid und bereiten sich auf die dunklen Monate vor. Trotzdem treiben einige noch einmal Blüten aus, wie bei der Wanderung an den Morgenstern-Teichen zu sehen war. Insekten gab es (fast) keine für die 17 Teilnehmer zu sehen, dafür aber andere interessante Beobachtungen und Informationen. Den vollständigen Bericht finden Sie unter Download, zudem auch das Handout der Wanderung.
Text: Gerwin Bärecke
Fotos: Dr. Agnes Daub, Ulli Waselewsky, Gerwin Bärecke

 


Exkursion durchs Reinbachtal zum Steinberg

 

am 04.09.2021

 

An einem zunächst etwas diesigen Sonnabendmorgen

startete eine kleine Gruppe Unentwegter am Schieferweg in Richtung Reinbachtal, um sich einen Eindruck von der Waldentwicklung nach den massiven Schäden durch Klimaeinflüsse und Borkenkäferbefall zu machen.

 

 

Text: Anke Schulze

Fotos: Anke Schulze, Agnes-M. Daub, Hans Manhart

 

 

Den ganzen Text finden Sie unter Download.

 

 

 

 

 

Zu den besonderen Pilzfunden der Exkursion am 4.9.21, dem Erlen-Grübling und drei Rötling-Arten, hat Hans Manhart PDFs erstellt, die unter Download abrufbar sind.

 

Fotos: Hans Manhart


 

Wanderung am Sudmerberg

 

am 28. August 2021

 

Insekten und Spinnentiere waren die Hauptthemen für die Wanderung an der Ostflanke des Sudmerberges. Da der menschliche Einfluss auf das aktuelle Wettergeschehen jedoch eher gering ist, waren kühle Temperaturen und drohender Regen angesagt. Nicht wirklich gute Bedingungen für eine Wanderung mit dieser Themenstellung - sollte man meinen. Die zwölf Teilnehmer unter der Leitung von Gerwin Bärecke wurden allerdings dann doch recht positiv überrascht.

 

Hier ein paar Eindrücke vorab, den vollständigen Bericht finden Sie unter Download

Dort ist auch das Handout für diese Exkursion hinterlegt.

 

Text: Gerwin Bärecke

 

Fotos: Ulrike Bosse, Ingrid und Florenz Sasse, Gerwin Bärecke

 


Wanderung im Schimmerwald

am 14.8.2021

 

12 Personen waren unter Leitung von Anka Plawitzki im Schimmerwald unterwegs und wanderten vom Alten Forsthaus Eckerkrug aus in nördlicher Richtung durch den gemischten Laubwald, immer links der Ecker. ...

 

 

Den ganzen Text finden Sie unter Downlowd

Vorab ein paar Fotos (von Agnes-M. Daub, Ingrid Sasse und Ulrike Bosse)


Wanderung über den Radberg am 7.8.21

 

Die hochsommerliche Flora der Waldränder und Schlagfluren war das Thema einer Exkursion über den Radberg bei Ostlutter unter der Leitung von Florenz Sasse, der gleich zu Beginn drei Schwerpunkte benannte: die verschiedenen Weidenröschen, die Johanniskräuter und die gelb blühenden Korbblütler, Arten, die oft nicht so leicht zu unterscheiden sind. Die Korbblütler bildeten insgesamt die größte Gruppe der blühenden Pflanzenarten. Dazu gehörten auch die verschiedenen Kratzdistel- und Distelarten (Acker-Kratzdistel, Gewöhnliche Kratzdistel, Sumpfkratzdistel und Krause Distel). Eine Augenweide waren gleich zu Anfang der Wanderung die lila Blüten des Sumpf-Storchschnabels. Überhaupt fanden sich viele feuchtigkeitsliebende Arten wie das Hexenkraut, der Blutweiderich, der Sumpf-Ziest und der Wasserdarm. Oben auf dem Radberg angekommen bot sich eine üppige Schlagflurvegetation, die durch Roten und Schwarzen Holunder, Salweide, Große Brennnessel, Schmalblättriges Weidenröschen, Roten Fingerhut und zahlreiche Brombeerarten bestimmt war. Besonders das Schmalblättrige Weidenröschen kann sich durch eine massenhafte Samenproduktion (bis 100 000/Pflanze) und einen effektiven Verbreitungsmechanismus (Schirmchenflieger) schnell über große Flächen ausbreiten.

 

Höhepunkt der Exkursion war das Vorkommen des Rankenlerchensporns und des Niederliegenden Johanniskrauts. Auf dem Radberg verläuft eine deutlich an der Vegetation zu erkennende Grenze zwischen Kalkgestein und Sandstein im Untergrund. Das westlich liegende Sandsteingebiet war fast flächendeckend mit Adlerfarn bewachsen, der über der Kalkunterlage fehlte. Auch das Vorkommen des Kleinen Sauerampfers zeigte Silikatgestein an. Beim Abstieg vom Radberg entdeckten die 21 Teilnehmer noch eine Heilpflanze, den Heilziest, der schon in der Antike genutzt wurde. Auf dem Rückweg blühte am Rand des lichten Nadelwaldes auf der Westseite des Wildemeersbergs das Wald-Geißblatt, der Zickzack-Klee, die Behaarte Karde und der Wiesen-Wachtelweizen sogar in dichten Beständen. Beim Resümee am Ende der Exkursion konnten die Teilnehmer feststellen, dass sie von den anfangs genannten Schwerpunktpflanzen 4 Weidenröschenarten und 3 Johanniskräuter gefunden hatten. Eine zuerst als Schönes Johanniskraut angesprochene Pflanze entpuppte sich in der Nachbestimmung als das seltene Berg-Johanniskraut. Von den gelben Korbblütlern wurden gefunden: Wiesen-Pippau, Kleinköpfiger Pippau, Gewöhnliches Bitterkraut, Glattes Habichtskraut, Savoyer Habichtskraut, Herbst-Löwenzehn, Raue Gänsedistel und Kohl-Gänsedistel. Da die Gesamtlist der gefunden Arten noch erheblich länger ist, waren alle Teilnehmer begeistert von der üppigen Vielfalt der Vegetation des Radberges.

 

Aber auch die Nicht-Botaniker kamen auf ihre Kosten: Großlibellen wurden gesichtet und Käfer und Schmetterlinge. Auf einem Hohlzahn Galeopsis der metallisch-grüne glänzende Prachtkäfer, auf einem Holzpolter der seltene Zierliche Widderbock Xylotrechus antilope, auch Antilopenbock genannt. Im Buchenwald mehrere tänzelnde Waldbrettspiel-Falter Pararge aegeria, auffällig auch der Faulbaumbläuling Celastria argiolus und ein Kaisermantel Argynnis paphia.  Auch Schmetterlingsraupen wurden entdeckt, die kleine sehr haarige des Buchenstreckfusses Calliteara pudibunda, die große bunte des Lattichmönchs Cucullia lactuae und die eilige des Zimtbärs Phragmatobia fuliginosa.

 

Zwei Fälle von Gallbildung wurden beobachtet, einmal am Blütenstand des Savoyer Habichtskrauts und einmal Eichengalläpfel, riesig ausgewachsene befallene Triebknospen.

 

Dieser Bericht ist auch als Download vorhanden.

 

Text: Florenz Sasse und Agnes-M. Daub

Fotos: Florenz und Ingrid Sasse, Gerwin Bärecke,Volker Edelmann, Agnes-M. Daub


 

Exkursion am 24. Juli 2021

 

Entlang der Okerpromenade

 

Zur ersten Exkursion nach der Corona-Pause trafen sich 15 Interessierte, überwiegend Mitglieder des Naturwissenschaftlichen Vereins Goslar und Okeraner Bürger, aber auch ein Seesener, um sich von Gerwin Bärecke über die Schönheit, aber auch die Probleme der Okerpromenade informieren zu lassen.

 

Der Weg führte vom nördlichen Ende der Promenade Richtung Süden, unter der eindrucksvollen Eisenbahnbrücke hindurch, an zwei Teichen entlang bis hinter der Kirchenbrücke. Am Denkmal für den Okerschen Sagenhund war das Ende der Wegstrecke erreicht, und die Besucher hatten ein Kleinod entdeckt, das manchem bis dahin völlig unbekannt gewesen war.

 

Es wurden Bäume und krautige Pflanzen bestimmt, Insekten und Vögel beobachtet, Pilze entdeckt und der Blick ganz allgemein weg vom Pflaster auf die Natur gelenkt. An den Teichen wurden längere Pausen eingelegt, da gab es so viel zu sehen. Wasserpflanzen, auch das seltene Ährige Tausendblatt, Libellen, Larven und Puppen von verschiedenen Marienkäferarten, eine Bernsteinschnecke und vieles mehr. Und die Probleme, die durch massive Baumfällarbeiten entstanden sind, wurden diskutiert und haben alle nachdenklich gemacht.

 

 

Ein Handout zu dieser Exkursion finden Sie unter Download

 

 

Text: Agnes-M. Daub, Fotos: Volker Edelmann, Florenz Sasse und Agnes-M. Daub

 


15. Juli 2021

Fund einer Schornsteinwespe

Als ich dieses Insekt sah, fiel mir fast die Kaffeetasse aus der Hand. Die sehr seltene Gelbe Schornsteinwespe (Odynerus reniformis) hatte sich ausgerechnet ein Dübelloch auf unserer Balkonbrüstung ausgesucht, um ihre Brutzellen anzulegen. Das Hauptmerkmal zur Bestimmung ist der nach vorn erweiterte gelbe Ring auf dem Hinterleib, auch alle anderen Merkmale sind vorhanden, so dass eine Fehlbestimmung ausgeschlossen ist.

Warum die Überraschung? Nun, diese Wespe sollte eigentlich hier gar nicht vorkommen. Die wenigen aktuellen Funde (5) in Deutschland liegen an den Grenzen zu den Niederlanden, Belgien und Luxemburg (Nähe zum Rheingraben!). Dort und im südlichen Mitteleuropa liegt auch das Hauptverbreitungsgebiet. Eine wärmeliebende Art kann es jedoch nicht sein, weil sie lt. Artverbreitung auch in Südschweden und Südfinnland vorkommt. Es stellt sich die Frage, ob es sich um ein verdriftetes Individuum handelt oder ob die Art sich in der Ausbreitung befindet.

 

Text und Foto: Gerwin Bärecke

 


06. Juli 2021

 

Das Sommerprogramm 2021 ist online. Sie finden das Programm unter "Termine" und als Download


3. 7. 2021

Andrew Rose hat uns Bilder aus dem Drömling mitgebracht. Dieses Gebiet 20 km nordöstlich von Wolfsburg wollten wir im Herbst besuchen, der Ausflug ist Corona zum Opfer gefallen. Deshalb freuen wir uns jetzt besonders über diese schönen Vogelaufnahmen aus dem Frühsommer. Und weil Andrew Engländer ist, liefert er uns auch gleich noch die englischen Namen. Danke!

Fotos: Andrew Rose / Text: Agnes-M. Daub


25. Juni 2021
Insekten sind die artenreichste Klasse im Tierreich überhaupt.
Da nimmt es nicht Wunder, wenn ab und zu auch hier bei uns im Landkreis Goslar Insekten auftauchen, die vorher hier noch niemand gefunden hat. Bei dem Schmetterling, über den wir berichten, ist es definitiv ein Erstfund im Landkreis, beim Käfer ist es nicht so sicher, die Datenlage ist dort nicht so klar. Jedenfalls sind es wieder zwei Seltenheiten!
Text und Fotos: Gerwin Bärecke
Den gesamten Bericht finden Sie unter Download

06. Juni 2021

 

Im letzten Jahr kündigte sich an, dass sich eine neue Libellenart im Landkreis etabliert. Die positive Entwicklung setzt sich offensichtlich in diesem Jahr fort, wie unser Vereinsmitglied Ursula Specht zu berichten weiß.

Es tut sich aber auch wieder etwas bei anderen Insektenordnungen: So können wir über 3 Käferarten mit Eintrag in der Roten Liste sowie über eine sehr seltene Schwebfliegenart berichten.

Die Zusammenfassung finden Sie unter Download

 

Text und Foto:

Gerwin Bärecke

 


 27. April 2021

 

Rettung eines Uhus auf dem Müllumschlagplatz  "Im Heiligenholze"

 

Unser  Vereinsmitglied Ulrich Ahrens rettete einen Uhu, der auf dem 5 m hohen Müllgebäude hinter die Verblendung geraten und nach unten gerutscht war.

Unter dem Stahlträger war wohl etwas Licht zu sehen. Der Uhu wollte diese Lücke nutzen, um wieder in die Freiheit zu gelangen, und blieb stecken. Ein Radlader hat mit seiner Gabel die Verblendung abgerissen, und so konnte der Vogel geborgen werden.

Der Uhu war in guter Kondition und wies keinerlei Verletzungen auf, war allerdings völlig irritiert. Die Eule wurde in ein nahegelegenes Waldstück gebracht, wo sie sich vom Stress erholen konnte.

 

Text: U. Ahrens

Fotos: Herr Göttling, KWB Goslar