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24.02.2020

Band 18 der Schriftenreihe  "Vögel des Nationalparks Harz" ist erschienen.

Der gedruckte Band umfasst 148 Seiten und ist in Kürze bei der Nationalparkverwaltung erhältlich.

Wem das Buch als digitales PDF Dokument reicht kann es hier herunterladen und abspeichern.

 


Am 29. Januar 2020 wurde im Goslarer Museum die umgestaltete Fossilienausstellung feierlich eröffnet.

 

Es war dem Naturwissenschaftlichen Verein Goslar seit längerem ein Anliegen, diese bedeutende Fossiliensammlung angemessen zu präsentieren, und dies ist jetzt mit Hilfe des Regionalverbands Harz gelungen, nachdem dessen Geschäftsführer, Dr. Klaus George, niedersächsische Landesmittel für diesen Zweck  aquirieren konnte.

Ein Vertrag zwischen der Stadt Goslar als  Betreiber des Museum, dem Naturwissenschaftlichen Verein Goslar als  Sammlungsbesitzer und dem Regionalverband Harz als Fördermittelempfänger hat die neugestaltete Ausstellung unter dem Titel „Auf den Spuren des Lebens“ möglich gemacht und für mindestens 12 Jahre gesichert.

 

Ein besonderer Dank gebührt der jungen Geologin Fiona Giebeler, die die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Goslar konzipiert hat, und auch tatkräftig an der Umgestaltung beteiligt war.

Zur Arbeitsgruppe des Vereins gehörten neben der Vorsitzenden Dr. Agnes-M. Daub und den Paläontologen Prof. Dr. Carsten Brauckmann und Dr. Elke Gröning auch Michael Müller für Digitalisierungsarbeiten und Volker Edelmann für die fotografische Katalogisierung der Fossilien. An der zeitintensiven Renovierung der Vitrinen waren außerdem Dr. Uwe Steinkamm, Annelen Christ  und Paul Kunze  sowie die bereitwilligen externen Helfer Werner Scharf und Daniel Buchmeier beteiligt.

 

In der neuen  Ausstellung haben die Fossilien mehr Platz bekommen, die Ausstellung ist bunter und informativer geworden, sie soll den Laien besser an das Thema heranführen, aber auch den kundigen Paläontologen ansprechen. Im Einführungstext wird die Einteilung der 540 Millionen Jahre belebter Erdgeschichte vorgestellt und das Spektrum der Lebewesen, über die die Fossilien Zeugnis ablegen. Es wird erklärt, wie Fossilien entstehen und welchen Wert sie für die Erforschung des Lebens auf diesem Planeten haben. Es wird auch nicht verschwiegen, dass die Menschen anfangs Probleme hatten, die Schöpfungsgeschichte und den Evolutionsgedanken in Einklang zu bringen.

 

Ein buntes Band in den geologischen Farben unterhalb der Vitrinen begleitet den Besucher und läßt ihn jederzeit erkennen, in welcher Zeit er sich gerade befindet. In jeder Vitrine ist ein Fossil besonders herausgestellt durch einen Rahmen in der geologischen Farbe des jeweiligen Erdzeitalters und wird durch einen Text erläutert.

Der Hinweis auf nationale und internationale Geoparks mit speziellen Fossil-Lagerstätten bindet die Ausstellung in ein globales Netzwerk ein und weitet den Blick und macht Lust auf noch mehr. Besonders interessant ist hier der Hinweis auf Stätten, an denen Fossilien “in situ“, also an der Stelle ihrer Lagerung, besichtigt werden können, denn das ist leider in der Klassischen Geologischen Quadratmeile, aus der die meisten der etwa 1000 Fossilien stammen, kaum mehr möglich.

Es wird über schwerwiegende Veränderungen berichtet, sogenannte Massenaussterben, und ein Bogen geschlagen zu den heutigen Problemen mit Klimaveränderung und Artensterben.

 

Eine Vitrine fällt etwas aus dem Rahmen - die Vitrine über den Saurier vom Langenberg. Europasaurus holgeri wurde erst zur Jahrtausendwende gefunden, also nach der Konzeptionierung der alten Ausstellung. Die Idee, diesen Sensationsfund, der unbedingt zum Fossilschatz der Klassischen Geologischen Quadratmeile gehört,  angemessen darzustellen, hatte Dr. Uwe Steinkamm, und er hat auch den Kontakt zum Dinopark Münchehagen hergestellt, wo die Funde vom Langenberg gelagert und bearbeitet werden. Der Leiter des Dinoparks, Nils Knötschke, stellte das ausgestellte Material zur Verfügung, ein Gesteinsstück mit herauspräparierten Saurierknochen und Modelle, u.a. von Schädeln und Schienbeinknochen und einem Saurierbaby, sowie Bildmaterial.

In räumlicher Nähe zu dieser Vitrine sind auch die didaktischen Ausstellungsstücke untergebracht, ein Fossil-Puzzle aus Massivholz für  junge, aber auch ältere Besucher der Ausstellung und ein Quiz, das in erster Linie für Schüler konzipiert wurde.

Das Design der Ausstellung stammt von „design-office, Agentur für Kommunikation“ in Bad Harzburg.

Unser Dank geht auch an die Museumsmitarbeiter Dirk Meisner und Matthias Mittendorf, die die Veränderung der Ausstellung tatkräftig begleitet haben.

 

Die Ausstellung befindet sich im 2. Obergeschoss im Hauptgebäude des Goslarer Museums und will entdeckt werden;

 

Text: Dr. Agnes-M. Daub

von links: Thomas Brych als Vize-Vorsitzender des Reginalverbands Harz (RVH), Frau Duda-Koch (design-office), OB Dr. Oliver Junk, Fiona Giebeler, Dr. Agnes-M. Daub, Dr. Elke Gröning, Dr. Klaus George (RVH)  Foto: Dr. Uwe Steinkamm

Fotos: Dr. Agnes-M. Daub