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Tipp für den nächsten Ausflug

Kennen Sie das Buchen-Eckenscheibchen? Nein. Dann habe ich einen Tipp für ihren nächsten Ausflug. Wenn Sie jetzt in den Buchenwäldern nach den ersten Frühlingsboten suchen, sollten Sie sich auch die abgestorbenen Buchenäste am Boden ansehen. Mit etwas Glück entdecken Sie dort kleine, braun-schwarze, 2-3 mm große Knöpfe. Das sind die Stromata des Buchen-Eckenscheibchens (Diatrype disciformis), eines Schlauchpilzes, dessen Sammelfruchtkörper als Stroma bezeichnet werden. Wenn man diese mit einem scharfen Messer waagerecht durchschneidet, erkennt man ca. 20 Einzelfruchtkörper, die Perithezien, in denen die Sporen gebildet werden. Die matt glänzende Oberfläche der Sammelfruchtkörper ist durch die Perithezienmündungen siebartig punktiert. Wenn die kleinen Stromata des im Holz lebenden Pilzes die glatte Rinde der Buche durchbrechen, bilden sich beim Aufplatzen um die Fruchtkörper herum eckige Zipfel. Darauf bezieht sich der deutsche Name des Pilzes.

 

Text und Foto Florenz Sasse


Der Haussperling konnte auch 2018 seinen Platz als häufigster Gast am Futterhaus verteidigen. Foto: Fotonatur/NABU

In Goslar belegte der Haussperling bei der Stunde der Wintervögel mit 1089 Sichtungen den ersten Platz. Er wurde in 57,69 Prozent der Gärten gesichtet. Auf Platz zwei und drei folgen Kohlmeise (892 Sichtungen, in 92,95 Prozent aller Gärten) und Blaumeise (625 Sichtungen, in 82,69 Prozent aller Gärten).

Nach den sehr niedrigen Zahlen im vergangenen Winter haben sich in diesem Jahr wieder mehr Wintervögel in Deutschlands Gärten und Parks eingefunden. Das hat die gemeinsame Zähl-Aktion von NABU und seinem bayerischen Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV), die Stunde der Wintervögel, ergeben, deren Endergebnis nun vorliegt.

Über 1.300 Vogelfreunde haben sich in der Region Südostniedersachsen an der Aktion beteiligt und Zählungen aus über 870 Gärten übermittelt, das geht aus dem Bericht der NABU Südost-Niedersachsen hervor. Damit konnte die Teilnehmerzahl von 1.205 Zählern aus dem Vorjahr wieder übertroffen werden. „Im vergangenen Winter hatten die Teilnehmer 17 Prozent weniger Vögel gemeldet als im Schnitt der Jahre zuvor“, sagt Marlies Gräwe von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen, „Zum Glück hat sich dieses Ergebnis nicht wiederholt. Im Vergleich zum Stand im Vorjahr wurden in Südostniedersachsen 18 Prozent mehr Vögel gesichtet.“ In diesem Jahr wurden zwischen Wolfsburg und Goslar rund 36 Vögel pro Garten gemeldet, im vergangenen Jahr waren es nur 33 Vögel.

Ranking der gesamten Region
Der Haussperling konnte auch 2018 seinen Platz als häufigster Gast am Futterhaus verteidigen. In der Rangliste der häufigsten Wintervögel haben sich Kohl- und Blaumeise den zweiten und dritten Platz hinter dem Haussperling zurückerobert. Die Blaumeise hat es in Südostniedersachsen dabei mit zwei Individuen mehr nur knapp vor die Amsel auf den dritten Platz geschafft.

2011 waren bei der ersten Stunde der Wintervögel noch 52 Vögel pro Garten in Südost-Niedersachsen gemeldet worden. „Die höheren Zahlen in diesem Jahr können darum nicht darüber hinwegtäuschen, dass seit Jahren ein kontinuierlicher Abwärtstrend festzustellen ist“, so Marlies Gräwe. „Der Rückgang häufiger Arten ist in vielen europäischen Ländern ein ernstes Problem und zeigt sich offensichtlich auch bei den Wintergästen in unseren Gärten.“

„Überlagert wird dieser langjährige Trend jedoch durch die Auswirkungen jährlich unterschiedlicher Witterungs- und Nahrungsverhältnisse“, so Marlies Gräwe. Grundsätzlich kämen in milderen Wintern, wie den letzten beiden, weniger Vögel in die Gärten, da sie auch außerhalb der Siedlungen noch genug Nahrung fänden.

Die häufigsten Wintervögel im Garten. Foto: NABU

 

Vermehrte Überwinterungen
Entgegen dem insgesamt abnehmenden Trend der Wintervögel konnte bei einigen Vogelarten, die Deutschland im Winter üblicherweise nur teilweise verlassen, ein deutlicher Trend zu vermehrten Überwinterungen in Deutschland festgestellt werden. So zum Beispiel Kranich (Zunahme 765 Prozent), Gänsearten wie Blässgans (plus 148), Nonnengans (plus 1.947) oder Brandgans mit einer Zunahme vom 3.260 Prozent, die im Bereich des Niedersächsischen Wattenmeeres überwintern.

Zur Aktion:
Der NABU und LBV rufen einmal im Jahr zur „Stunde der Wintervögel“ bzw. „Stunde der Gartenvögel“ auf. Es ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. Die nächste „Stunde der Gartenvögel“ findet von Vatertag bis Muttertag vom 10. bis 13. Mai 2018 statt. Dann werden die heimischen Brutvögel im Siedlungsraum erfasst. Je mehr Menschen an der Aktion teilnehmen, desto genauer werden die Ergebnisse, berichtet der NABU Südost-Niedersachsen.


 

Winter-Exkursion

 

Wanderung an der Radau südlich von Vienenburg am 3. Februar 2018

 

Winterwetter herrschte nicht gerade, als eine Gruppe aus 15 Vereinsmitgliedern und einem Gast unter der Leitung von Dr. Martin Bollmeier bei ca. 2°C und leichtem Schneegrieseln sich zu der angekündigten Wanderung entlang der Radau aufmachte.

 

Vom Datum her hätte man sich auf die Beobachtung von Tierspuren im Schnee freuen können, aber daraus wurde nichts. Denn nach monatelanger Feuchtigkeit und Dunkelheit und fast ohne einen trockenen Sonnentag waren nicht nur die Wiesen und Äcker völlig aufgeweicht und tiefgründig, sondern besonders auch die Wege, die durch kolossale Ackerfahrzeuge und Maschinen der Forst zerfahren sind. Vor nicht allzu langer Zeit wurden entlang der Radau nämlich Fichten (und auch große Weiden und Pappeln) beseitigt. So sahen weite Bereiche wie eine Mondlandschaft aus: Schlammige Überbleibsel der Bäume und Sträucher zwischen zerfurchter Umgebung aufgetürmt, wenn sie nicht hatten weggeräumt werden können.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie unter Exkursionen