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Sechsbeinige Schönheit in der Okeraue

Sein Trivialname drückt aus, was das Foto nur ansatzweise zeigt: Schöner Marienkäfer (Sospita vigintiguttata) heißt die 4 mm-Winzigkeit. Von den 83 in Deutschland heimischen Arten von Marienkäfern ist er einer der seltensten. So zeigen die Verbreitungskarten für Niedersachsen nur einen einzigen weiteren Fundort in der Südheide (26 für ganz Deutschland, davon viele mehr als 20 Jahre alt). Am Ostersamstag wurde das Prachtstück von mir in der Okeraue, in den offenen Bereichen südlich der B6n unmittelbar am Flussufer gefunden. Er ist nicht nur sehr selten, sondern steht auch mit dem Status 3 (gefährdet) in der Roten Liste für Deutschland. Damit erhöht sich die Zahl der Rote-Liste-Arten in diesem Bereich auf 82.

Bericht und Foto: Gerwin Bärecke


Erstfund von Tapezierspinnen (Gattung Atypus) im Raum Harz und Harzvorland
 
Sie leben in Erdröhren, die bis zu 30 (90!) cm tief sein können und kleiden diese Röhren mit Spinnenseide aus, in die winzige Steinchen, Erdpartikel und Pflanzenteile eingewoben werden – sie tapezieren quasi ihre Wohnung damit. Das hat ihnen den Trivialnamen „Tapezierspinnen“ eingetragen. Die Tapezierspinnen (Atypidae) gehören zu den Vogelspinnenartigen und sind mit nur drei Arten der Gattung Atypus bei uns vertreten. Mindestens eine der Arten bewohnt die Mergelgrube Krähenholz, ein Biotop der Natur- und Umwelthilfe Goslar.

Jungspinne (ca. 1,5 mm) von Atypus cf. piceus, Kennzeichen:

Die mächtigen, parallel nach vorn gerichteten Greifklauen

(Chelizeren)

Foto und Text: Gerwin Bärecke


           Trauermantel im Ammental gefunden

Trauermantel (Nymphalis antiopa)
Edelfalter (Nymphalidae)
Zum ersten Mal seit den von kalten, langen Wintern geprägten Jahren hat sich der Trauermantel wieder am Harzrand bei Oker gezeigt. Im Ammental  mit seinen derzeit blühenden Weiden und Birken hat sich dieses Exemplar gesonnt.Der Trauermantel ist ein sehr großer Falter mit einer Spannweite von 55- 75 mm und in Deutschland selten geworden. Am ehesten findet man ihn in feucht- kühlen Regionen. Die Raupen werden häufig von Parasiten befallen, daher rühren vermutlich die starken Häufigkeitsschwankungen. Die Puppen häuten sich im Juli. Die schlüpfenden Falter behalten den Sommer über ihre schöne Farbe mit gelber Binde, die während der Überwinterung ausbleicht. Zu erwähnen wäre noch, das die letzten kalten Winter 2009 und 2010 waren. Seitdem habe ich selber keinen Trauermantel mehr gesehen und befürchtete schon, der Kliimalwandel wäre das Ende der Trauermäntel im Harz.

 

Text und Foto: Anke Schulze (genehmigt)


Band 13 der Mitteilungen des NWV Goslar e.V. erschienen:

 

"Die Libellenarten im Landkreis Goslar"

 

Autoren: Wolfgang & Ursula Specht

 

Hinweise zum Erwerb des Bandes finden Sie unter "Publikationen".