Geschichte

des Naturwissenschaftlichen Vereins Goslar e.V.        

 

Der Naturwissenschaftliche Verein Goslar wurde am 23. Oktober 1852 von 11 Bürgern gegründet. Er hat alle Zeitläufte wie Kaiserreich, 1. und 2. Weltkrieg, Weimarer Republik mit der Weltwirtschaftskrise 1929, Nazi-Diktatur, Bundesrepublik und Wiedervereinigung überstanden und ist damit einer der ältesten Vereine der Stadt.

Die Mitglieder suchten damals nach der Niederschlagung der Freiheitsbewegung von 1848 „Trost und Ersatz in dem Studium und der Pflege der lebendigen Naturwissenschaften“. Erklärter Vereinszweck war die "Belehrung und Aufklärung auf den verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaften", und zu dieser Aufgabe stehen auch die heutigen Mitglieder. Vor allem in den Anfangsjahren wurden bedeutende Sammlungen zusammengetragen: Gesteine, Mineralien, Fossilien, Pflanzen, Tiere, Käfer, Schmetterlinge und vieles mehr. Die Sammlungen und zwei daraus bestückte Dauerausstellungen befinden sich im Goslarer Museum, wo der Verein seit 1922 neben dem Museumsverein und der Stadt Goslar als einer der drei Träger vertraglich eingebunden ist. Inzwischen steht die Feldarbeit im Vordergrund. Hier beschäftigen sich unsere Mitglieder vor allem mit der Inventarisierung der heimischen Natur, eine Aufgabe, die zumeist eng verbunden ist mit der Verpflichtung, unsere heimische Natur für die folgenden Generationen zu bewahren. Naturschutz ist in den Mittelpunkt gerückt. Was man nicht kennt, kann man nicht schützen. Die Aufgabe, die Kenntnisse unserer Natur einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln, hat der Verein in den 165 Jahren seines Bestehens durchgehend als wichtigstes Betätigungsfeld wahrgenommen. Diesem Ziel dienen heute regelmäßige Exkursionen und Vortäge, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sind, sowie die Herausgabe der Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Vereins seit 1982.

 

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