Exkursion in den Steinbruch Wolfshagen am 1. Juli 2017

 

Seit Tagen wurde der Himmel beobachtet, der Wetterbericht verfolgt und heute gibt es große Bedenken, überhaupt Insekten, Schmetterlinge oder Libellen zu entdecken, denn die meisten dieser farbenprächtigen Tiere zeigen sich nur bei Sonnenschein. Dann ist es so weit: Die Sonne hat sich versteckt, es weht ein starker Wind, aber allen Vorhersagen zum Trotz regnet es nicht. So machen sich 29 Interessierte auf den Weg, den Steinbruch und die kleinen Kostbarkeiten am Wegesrand zu entdecken.

Nach der kurzen Begrüßung von Herwig Zang sowie Ursula und Wolfgang Specht beginnt vom Sportplatz Wolfshagen aus die Wanderung in den Steinbruch.

Der Steinbruch Wolfshagen bietet aufgrund seiner vielen Gewässer und klimatischen Gegebenheiten ein großes Spektrum an unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten. So wurden bis heute insgesamt 43 Groß- und Kleinlibellenarten entdeckt, davon auch einige Raritäten.

Im Steinbruch angekommen, gibt es noch Arbeitszettel für Ornithologen und Pflanzenkundler sowie eine kurze Einführung in die Libellenkunde, bevor sich alle auf die Suche machen.

Vier Libellenarten zeigen sich auch ohne wärmende Sonne: Hufeisen-Azurjungfer, Gemeine Becherjungfer, Große Pechlibelle und der Große Blaupfeil (s. Foto eines Weibchens).

Insgesamt gesehen blieb uns das Wetter einigermaßen hold, und nach einigen Stunden im Steinbruch wurde in einem Restaurant bei Kaffee und Kuchen noch viel diskutiert sowie Libellenfotos und Bücher angeschaut. Eine trotz des Wetters gelungene Exkursion.

Text: Hilde Reinecke und Ursula Specht

Fotos: Ursula Specht und Walter Reinecke